Pages

Tuesday, October 28, 2014

Navigation

Papierkarten

Nichts geht über gute alte Papier Landkarten bestehend aus:
Michelin's 741 map of the Sahara V2012 (1:4 000 000) (Als operative planungs Karte, Diese ist sehr GROB, wirklich sehr GROB)
Gizi map Morocco (1:1 250 000)
Gizi map Mauritania (1:1 750 000)
Gizi map Mali (1:2 000 000)
Ausdruck von "Banc D'Arguin National Park's map"

Die Landkarten wurden Kampfwertgesteigert durch eine Generalstabsmässige Plastifizierung. Dies macht die Karten weitestgehend Regen und Staub fest. Weiter kann auf der Folie sehr einfach mit Filzschreiber Infos und die Route angebracht werden und bei änderungen können diese auch einfach angepasst werden durch radieren (ja Radiergummi einsetzen oder FABER-CASTELL Filzschreiber mit angebrachtem Radiergummi)



Natürlich braucht es für die Artgerechte Haltung der Karten ein Kompass und ein (Karten)-Massstab


GPS

Die Rede ist nicht von Strassennavigation mit Sprachausgabe sondern von GPS Navigation die mit Coordinaten (N16 50.026 W11 23.868 [D MM.MMM]) umgehen kann und die Richtung anzeigt.
Als Navigationsgerät hat sich das kleine Gerät von Garmin bereits sehr bewährt. Für Garmin spricht unter anderem die grosse Community und die vielen freie verfügbaren Karten im Internet. Wir haben grundsätzlich immer die Openstreetmap world drauf und mit weiteren Karten ergänzt. (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/User:Computerteddy)



Soviet Military maps

Obwohl diese eher alt sind haben wir im Offroadbereich bereits sehr gute Erfahrungen damit gemacht, da hier die Topographie interessiert und alte Wege spannend sind. Diese sind in den weiten des Internets auffindbar, teilweise mit Calibrierdaten, welche mit spezielle Software engestzt werden können. Drucken ist natürlich auch möglich, aber viel spass damit :)
Am einfachsten ist, man besorgt sich die Pro Version von
welche erlaubt die Karten offline zu cachen.


Noch ein Hinweis: Ja ihr habt richtig gelesen Russische Karten, was auch heisst Kyrillisches Alphabet.

CB Funk und der Draht zur Zivilisation

Damit wir auch während der Fahrt mit den Anderen Budapest Bamako Buddys plaudern können haben wir unser Pajero mit CB Funk versehen.

Zum Thema CB Funk

Seit dem 01.01.2013 hat sich die Gesetzeslage in der Schweiz zum Thema CB Funk auch geändert (Endlich!!), siehe:
http://www.bakom.admin.ch/themen/frequenzen/00689/04166/04274/index.html?lang=de
Mit der CEPT Harmonisierung sind jetzt 40 Kanäle AM/FM mit 4Watt erlaubt und die alten Rufzeichen und Lizenzen wurden abgeschafft. Dies gilt grundsätzlich auch für ganz Europa (Es gibt da Länderspezifische Erweiterungen mit mehr Kanäle z.B. Deutschland und Tschechien 80 FM Kanäle. In Österreich sind Funkgeräte nicht erlaubt bei denen man eine Ländereinstellung vornehmen kann). Auch die alten Passierscheine für CB entfallen. Somit einbauen und losfunken :)

Wir haben uns für ein Albrecht Gerät


mit Lambda/4 Antenne entschieden


Mit Aufgestellter Antenne und angepasstes Stehwellenverhältniss ist der Funkbetrieb gut. Ob auch alles in der Sahara gut Funktioniert werden wir sehen.

Satellitentelefon

Plan C auf der Liste "get alive home" steht für ein überall auf der Welt und sogar in Gebieten ohne terrestrische Mobilfunkversorgung funktionierendes Telefon. Auf frühere Unternehmungen haben wir jeweils eins gemietet, dabeigehabt und nie gebraucht, doch diesmal haben wir (Iliev brothers) eins angeschafft. Wir hoffen weiterhin auf: dabeihaben und nicht brauchen.





Budapest to Bamako



Wir sind natürlich auch sehr erfreut dass die Rally wieder ihr Ziel in Bamako (Mali) hat. Ironischerweise ist momentan die Grenze von Mauretanien nach Mali gesperrt was uns zeigt das diese Rally viele unerwartete Sachen für uns bereit halten wird.
Nachdem dies auch auf der Budapest Bamako Facebook Seite angesprochen wurde, Zitat: "
.. the official road border is closed indeed ..." antwortet ein Anderer User mit Zitat: "Unofficial road border then :-) . I like that.". Wir mögen das natürlich auch ;)

Monday, October 27, 2014

Nachtrag: Revision Diesel-Einspritzpumpe

Nach einige hundert Kilometer Testfahrt, unter normalen Strassen-Bedingungen, kann die Revision der Einspritzpumpe als erfolgreich bezeichnet werden. Der Motor läuft normal, vergleichbar wie vorher und es tritt kein Diesel mehr aus. Alles schön trocken! Der Hausmeister ist demnach auch wieder glücklich :D


Eine Sorge weniger auf dem Weg nach Mali.

Saturday, October 18, 2014

An allem nagt der Zahn der Zeit

Bei einer neulichen inspektion vom Pajero (ja schon wieder!) mussten wir festestellen dass dieser an der Karosserie Bissspuren aufweist. Da war Etwas oder Jemand sehr hungrig und die nächste Frage war wieso ist uns dies nicht beim Kauf aufgefallen? Das wäre ein guter Grund gewesen um den Preis zu reduzieren, oder haben wir zu viel bezahlt? Jetzt ist es schon zu spät.




Da ist uns tatsächlich die Aufhängung vom rechten hinteren Stossdämpfer weggerostet. Wir haben dann das gute Stück demontiert und mal in den Kofferraum gelegt. Das Gewissen ist beruhigt und wir haben es ja dabei :)



Es sind auch spuren von alte verzweifelte Schweissversuche zu sehen, aber da wurde nur gepfuscht.
Wir haben uns entschieden den Schaden nicht zu reparieren, da wir das Auto nach der Rally nicht weiterfahren werden da es in Mali bleiben wird.

Monday, October 6, 2014

Zwei Freunde in der freien Wildbahn

Ein kleiner Ausflug um die Offroadfähigkeit des Pajeros zu testen mit seinem grossen Freund der Landrover. Ort: Vertraulich (Besten Dank für die Erlaubnis M.S.)



Die Divise war: Vierradantrieb bringts ;)

Technik: Revision Diesel-Einspritzpumpe

Die Geschichte

Anfänglich bestätigte sich der gekaufte Offroader als gut und machte keine Probleme. Nach einiger Zeit waren auf seinem Parkplatzboden einige Tropfen Flüssigkeit sichtbar, welche schnell als Diesel identifiziert war. Eine kurze Inspektion im Moterenraum und der Schuldige wurde gefunden: Die Diesel-Einspritzpumpe leckte irgendwo...eher ein bekanntes Problem nach diesem Alter.
Als es dann mehr als nur ein paar Tropfen Flüssigkeit wurde, entschloss sich einer der Mitglieder einen Automechaniker um Rat zu ersuchen. Dieser war eher einer der guten Sorte und setzte seinen Lehrling an um das Problem zu lösen welches sich auch mit einem guten Preis wiederspiegelte. Das Problem schien zumindest einwenig eingedämmt zu sein auch wenn nicht ganz gelöst.
Leider verschlimmerte sich die Situation nach einiger Zeit als der Hausmeister mit Bindemittel den Parkplatz retten wollte. Es war Endzeit zu handeln und das Problem zu lösen oder die Karre zu verschrotten. So haben wir das selbst in Angriff genommen. Es ist keine detaillierte Step by Step Anleitung, für die es Nachmachen wollen müssen schon ihr Hirn ein wenig ansträngen und grosse Geduld aufweisen. Weiter zu bemerken ist dass der Ungeübte etwa zwei Arbeitstage dafür braucht und das Auto währen dieser Zeit nicht bewegt werden kann.

Vorbereitung

Als Vorbereitung wurde die Serviceanleitung der Diesel-Pumpe organisiert und studiert:

"DIESEL KIKI-Bosch VE-type" ab Seite EF-44    (Quelle unbekannt)

Weiter war diese Seite noch interessant welche die Funktionsweise beschreibt:

http://www.kfztech.de/kfztechnik/motor/diesel/pumpen/verteilerpumpe.htm

und für den Zusammenbau (Thanks to youtube):



Vor allem der Trick mit dem Fett war sehr gut. Wir haben hochleistungs-Hydraulikfett verwendet.

Die Story in Bilder

Der Ursprüngliche Plan war zu versuchen die Pumpe in Eingebautem Zustand abzudichten ohne diese Komplett auszubauen und sich den Ärger mit dem Zahnriemen und Timing zu ersparen.










Nachdem der hintere Teil gelöst war wurde schnell Festgestellt das der Plan gescheitert war, da sich drinnen die Rollen-Lager und federn gelöst haben. Totale Frustration, es wäre ja zu einfach gewesen. So Plan B war angesagt: Die Pumpe komplett ausbauen.
Da wir den Motor nicht mehr drehen konnten/wollten, war der Motor nicht im "Nullpunkt". Somit wurde die Position der Zahnräder auf dem Motorblock mit Farbe vermerkt.






Hier gut zu sehen der Silikon von unser fehlgeschlagenem Abdichtversuch und die gelösten Rollen :(



Alles geputzt und bereit zum Einbau :D
Die Rollen wurden ausgemessen und es wurde festgestellt dass nur eine der vier Rollen etwas Abweichung hat. Da dies wenig war und kein Ersatz zur Verfügung stand wurde dies in Kauf genommen und es so sein gelassen.







Am Schluss haben wir noch den Abdichtversuch des Lehrlings bewundert. Dieser hat es wohl etwas zu gut gemeint gehabt, sodass der Kolben drinnen sogar voll mit Silikon war. Dies wurde gründlich gereinigt und in Ordnung gestellt.


Das Finale

Der erste Schritt zum Finale war die Treibstoffanlage so gut es geht zu entlüften und mit Treibstoff zu befüllen. Dann einen mutigen hinters Lenkrad setzen und versuchen den Motor zu starten. Es war zu erwarten das er nicht sofort startet, aber dann nach einigen Versuchen das schnurren war zurück :D


Die Zeit wird das Ergebnis bestätigen.